Umweltschutz und Billigflüge


In den letzten fünfzehn Jahren hat der Ausstoß von Kohlendioxid durch den Flugverkehr innerhalb der Europäischen Union um etwa 70 Prozent zugenommen. In einigen Jahren könnte die Umweltbelastung durch Flugzeuge höher sein, als sie bis jetzt beim Straßenverkehr durch Autos ist, da für den Luftverkehr eine jährliche Zuwachsrate von 5 Prozent vorausgesagt ist. Um dieser negativen Entwicklung entgegenzuwirken wären bestimmte Maßnahmen nötig. Im Folgenden sind einige Vorschläge zur Verbesserung der Lage aufgeführt. Eine Möglichkeit wäre, den Flugverkehr in den europäischen Kohlendioxid-Emissionshandel mit einzubeziehen und auf dauerhafte Sicht die Emissionen zu reduzieren. Ein weiteres Mittel, das helfen könnte die Umweltbelastung durch Flugzeuge langfristig zu bekämpfen wäre, eine möglichst europaweite Besteuerung von Kerosin. Die Rechtsgrundlage für diese Maßnahme ist bereits durch die EG-Energiesteuerrichtlinie vom 27. Oktober 2003 gegeben. Diese Bestimmung ermöglicht es den nationalen Regierungen eine Steuer auf Kerosin für kommerzielle Inlandsflüge zu erheben. Momentan macht jedoch kein europäisches Land, mit Ausnahme der Niederlande, davon Gebrauch. Die Besteuerung des Kerosins würde es Fluggesellschaften auch erschweren Billigflüge anzubieten, was womöglich für eine Stagnation der Zunahme des Flugverkehrs sorgen würde. Zudem würde dadurch ein gerechter Wettbewerb gewährleistet werden, da alle anderen Verkehrsunternehmen bereits Steuern für ihren Treibstoff zahlen. Auch eine einheitliche Unterscheidung von Start- und Landegebühren nach Schadstoffaustoß und Lärm wären sicher sehr hilfreich. Zudem wäre die Aufhebung der Umsatzsteuer-Befreiung im grenzüberschreitenden europäischen Flugverkehr eine Regelung die die negative Prognose abbremsen könnte. Von besonderer Bedeutung wäre auch die Beseitigung der direkten oder indirekten Subventionierung von Flughäfen und Fluggesellschaften wie es mancher Orts geschieht. Doch Billigflüge sind ein potentieller Faktor für die zunehmende Umweltverschmutzung.

Autor:

Marvin Fuchs
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