Teneriffa und die Piraten
Als wichtiges Bindeglied der entscheidenden Handelsrouten für Segelschiffe zwischen Amerika und Europa war das kanarische Archipel vom 16. Jahrhundert bis hinein in das 19. Jahrhundert auch ein wichtiger Knotenpunkt für die Piraterie. Bereits aus dem Jahre 1553 ist eine Plünderung von Santa Cruz de La Palma durch den französischen Korsaren Francois LeClerc dokumentiert. An der strategisch interessanten Verteidigung der kanarischen Bevölkerung scheiterte die Invasion einer gewaltigen holländischen Flotte unter dem Kommando des Admirals Pieter van der Does in Las Palmas im Jahre 1599. Stete Piratenangriffe führten zur Bildung von Festungen zum Schutz gegen Piraten wie zum Beispiel die Castillo de San Gabriel bei Arrecife auf Lanzerote. Der letzte erfolgreiche Piratenüberfall auf Lanzerote fand im Jahre 1618 statt, der zur Folge hatte, dass viele Einheimische aus der Cueva de los Verdes verschleppt und dem Sklavenhandel zugeführt worden sind. Die Eroberung der kanarischen Inseln und damit verbunden die Herrschaft über die Weltmeere war auch das Ziel ganzer Nationen. Sir Francis Drake aus England versuchte erfolglos und mit großen Verlusten in den Jahren 1585 und 1595 Las Palmas zu erobern. Ein Angriff von Admiral Blake schlug auf Teneriffa im Jahre 1657 fehl. Die heutige Hauptstadt Teneriffas Santa Cruz de Tenerife wurde im Jahre 1797 von Admiral Horatio Nelson mit sieben großen Kriegsschiffen und mehr als 700 Mann Besatzung bedroht, was mit der Versenkung eines der größeren Landungsschiffe und viele der kleineren Landungsboote mittels der Hafenartillerie endete. Heute stellen Teneriffa und die Kanaren nicht mehr notwendigerweise den zentralen Knotenpunkt der internationalen Seefahrt dar, sind jedoch als wichtiger touristischer Anziehungspunkt bekannt. Untergebracht in einer komfortablen Ferienwohnung Teneriffa zu entdecken ist für immer mehr Reisende ein interessantes und aufregendes Ziel sowohl für den Sommer- wie auch für den Winterurlaub. Für die adäquate Urlaubsvorbereitung kann ein Teneriffa Forum genutzt werden.
Autor:
Andreas Mettler
presse@mettlerweb.de