Richtiges Heizen
Die Raumtemperatur spielt eine wichtige Rolle, was die Schimmelbildung in der Wohnung betrifft. Dafür muss man auch richtig heizen. Es nützt nichts, den Raum schnell aufzuheizen. Wichtiger ist es dafür zu sorgen, dass die Raumtemperatur konstant bleibt. Dafür sollten die Heizungen etwa auf Stufe drei gestellt sein. Diese Regelung entspricht etwa einer Temperatur von 20 Grad.
Damit die Kondensfeuchte im Raum gut aufgenommen werden kann, sollten die Heizkörper frei bleiben. Dies betrifft nicht nur das Davor stellen von Möbeln sondern auch die Angewohnheit vieler, zum Beispiel Handtücher vom Abtrocknen, auf die Heizung zu legen. So wird die benötigte Energie nur für das Trocknen der Handtücher benutzt und kann nicht in den Raum entweichen um diesen aufzuheizen.
Bei der Einrichtung der Wohnung werden Möbel meist direkt an die Wand gestellt. Ein zu großer Abstand würde schließlich das optische Bild zerstören. Dennoch sollten etwa fünf Zentimeter Freiraum gelassen werden, damit die Heizungsluft auch hinter die Möbel gelangt und die Wände aufwärmen kann. An kalten Wänden kann sich die Kondensfeuchte gut ablagern und somit zur Schimmelbildung führen.
Die Heizkörper können zur Wand hin mit isoliermaterial gedämmt werden. Dies bietet sich gerade bei Außenwänden an, da so die Wärme im Raum gehalten wird und nicht gleich nach außen weichen kann. Dasselbe gilt für die Rohrleitungen, mit denen die Heizungen versorgt werden. Auf dem Weg vom Heizkessel zur Heizung kann viel Wärme verloren gehen, wenn die Rohre nicht vernünftig isoliert sind. Bei Mietwohnungen ist das Sache des Vermieters, bei eigenen Häusern muss man selbst für eine vernünftige Dämmung sorgen.
Wenn zu wenig geheizt wird, kann die Kondensfeuchte nicht ordentlich aufgenommen werden, weshalb ein Schimmelbefall nahezu unausweichlich ist.
Autor:
Steffen Ehrlich
Steffen[ät]torstenmaue.net