Wichtige Versicherungen
Versicherungen sind wichtig, sichern sie den Inhaber einer Police doch gegen genau definierte Schäden oder Ersatzforderungen ab. Doch welche Versicherungen sind wirklich wichtig und worauf kann man getrost verzichten? Diese Frage lässt sich in einigen Punkten genau, in anderen Punkten jedoch nur unter Berücksichtigung von Beruf, Alter, Einkommen, Gesundheitsstand und Familienstand, beantworten. Die wohl wichtigste Versicherung im Privatbereich ist die Privathaftpflichtversicherung. Denn laut § 823 Bürgerlichem Gesetzbuch gilt: Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen verletzt, ist zum Ersatz des daraus entstandenen Schadens verpflichtet. Da es keine Begrenzung dieser Schadensersatzpflicht gibt, können deren Auswirkungen ohne Privathaftpflichtversicherung schnell zum finanziellen Ruin des Schädigers führen. Von daher ist die Privathaftpflichtversicherung eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt. Ebenso wichtig sollte eine umfassende Krankenversicherung sein. Hier muss man zwischen gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen unterscheiden. Der Zugang zur privaten Krankenversicherung steht aufgrund gesetzlicher Regelungen nicht jedem offen, denn das würde umgehend zum Zusammenbruch des Systems der gesetzlichen Kassen führen. Während jede private Krankenversicherung nämlich Prämien anhand des individuellen Risikos berechnet, werden die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung als prozentualer Anteil vom Einkommen angesetzt und somit ein „soziales“ Ausgleichsprinzip geschaffen, indem Personen mit höherem Einkommen trotz gleichem Risiko wesentlich höhere Beiträge zahlen, als Personen mit niedrigem Einkommen. Trotz der Zugangsbeschränkungen zum System der privaten Krankenversicherungen gibt es über Zusatzpolicen auch für gesetzlich Versicherte die Möglichkeit, die immer weiter sinkenden Leistungen ihrer Krankenkassen aufzubessern und dem Niveau der privaten Kassen anzugleichen. Die dritte wirklich wichtige Versicherung für jeden Auszubildenden und Arbeitenden ist die Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie sichert als einzige Versicherung die Risiken und Auswirkungen einer Berufsunfähigkeit und damit die oftmals einzige Einkommensquelle des Verbrauchers ab. Bei der Wahl einer Berufsunfähigkeitsversicherung sollte unbedingt eine ausreichend hohe Summe der monatlichen Rente für den eventuellen Fall der Berufsunfähigkeit gewählt werden. Statistisch gesehen, beträgt die durchschnittlich über eine solche Police versicherte Zusatzrente nämlich gerade einmal 450 Euro, was angesichts der bescheidenen staatlichen Leistungen viel zu wenig ist, um den normalen Lebensstandard aufrechtzuerhalten, geschweige denn höhere Lebenshaltungskosten aufgrund von Betreuung oder dem Umbau der Wohnung zu bestreiten.
Autor: Daniel Franke
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