Eine Rechtsschutzversicherung ist notwendig
Die Gesetzesgrundlagen werden für den Laien immer undurchsichtiger und komplizierter. Das ist wahrscheinlich die Begründung dafür, warum inzwischen jeder 2. Haushalt über eine private Rechtsschutzversicherung verfügt. Bis zur vereinbarten Deckungssumme und nach Genehmigung durch die Versicherungsgesellschaft wird es ermöglicht, einen Rechtsstreit zu führen. Weitere anfallende Kosten sind hier nicht mehr zu befürchten. Man kann also demnach einen Prozess führen, ohne fürchten zu müssen, anschließend im finanziellen Ruin zu enden. Es gibt einige Berufsgruppen, die dazu verpflichtet sind, eine Rechtsschutzversicherung zu besitzen. Hierzu zählen beispielsweise Ärzte. Man kann in bestimmte Sparten versichern, zum Beispiel Verkehrsrechtsschutz, Familienrechtsschutz und ähnliches mehr. Wenn man einen Fall meldet, so muss der Vertrag wenigstens bereits 3 Monate lang laufen, um vollen Rechtsschutz zu genießen. Einige Versicherungsgesellschaften jedoch machen hier auch gerne mal eine Ausnahme, vor allem dann, wenn es sich um unvorhersehbare Ereignisse handelt.
Im privaten Rahmen findet die Familienrechtsschutzversicherung eine besondere Verbreitung. Alle Sparten können hier mit eingeschlossen werden. Der Versicherungsnehmer, der Ehepartner und Kinder bis 25 Jahre, die noch kein eigenes Einkommen haben, werden hier versichert. Bei unehelichen Gemeinschaften muss der Lebenspartner namentlich bekannt sein, um ebenfalls rechtsschutzversichert zu sein. Eine Rechtsschutzversicherung läuft im Allgemeinen ein Jahr. Diese Zeit verlängert sich um ein weiteres Jahr, wenn nicht drei Monate vor Ablauf schriftlich gekündigt wurde. Ein Sonderkündigungsrecht entsteht, wenn die Beiträge erhöht werden.
Ein Preisvergleich ist dringend ratsam. Oftmals sinken die Beiträge schon beachtlich, wenn man eine Selbstbeteiligung aushandelt. Auch reine Online-Versicherungen stehen zur Verfügung, die teilweise mit Abstand am günstigsten sind. Man muss für sich entscheiden, ob man auf einen realen Versicherungsfachmann verzichten kann.
Autor: Elke Lohre
Elke.lohre(at)onmeco.de