Was ist das Problem der Gesetzlichen Rentenversicherung
Mit den Beiträgen zur Rentenversicherung finanziert der Beitragszahler die Rente der jetzigen Senioren. Das funktioniert nur, wenn genügend Kinder geboren werden. Heute wachsen in Deutschland zu wenig Kinder heran. Dazu kommt, dass sich auch die Lebenserwartung erhöht hat.
Bis 2029 werden wir im Durchschnitt drei Jahre älter. Damit verlängert sich auch die Rentenbezugsdauer. Weniger Beitragszahler und eine längere Lebenserwartung verschieben unseres bisheriges Rentensystems. Wenn heute 1,5 Beschäftigte einen Rentner finanzieren, so wird 2030 nur noch ein Beschäftigter für einen Rentner arbeiten.
Die Lasten zwischen den Generationen müssen neu verteilt werden. Die vom Bundestag beschlossene Erhöhung des Rentenalters auf 67 Jahre wird mit dazu beitragen. Wenn die Rentenbeiträge in den kommenden Jahren etwa stabil bleiben, wird das Rentenniveau sinken. 2030 wird ein Rentner, der 45 Jahre Beiträge eingezahlt hat, noch etwa 67% seines Nettoeinkommens als Rente erhalten. Dieser drohenden Altersarmut kann nur mit privater Altersvorsorge entgegengewirkt werden.
Für die private Rente gibt es mehrere vom Staat geförderte Modelle. Wer im Alter seinen Lebensstandard halten will, muß rechtzeitig etwas dafür tun und sich privat absichern. Eine Form der zusätzlichen privaten Vorsorge für das Alter ist die betriebliche Altersversorgung. Seit 2002 hat jeder Arbeitnehmer darauf gesetzlichen Anspruch. Der Arbeitnehmer kann Teile vom Lohn oder der Sonderzahlungen in diese Versorgung einzahlen. Auch der Arbeitgeber kann diese Altersvorsorge finanzieren, oder beide zahlen in den Fond ein. Vom Staat wird diese Form der Altersvorsorge durch Steuervergünstigungen unterstützt.
Die dritte Säule, die private Rente, wird zur Altersversorgung immer wichtiger.
Hier kann jeder selbst entscheiden welche Form für ihn die günstigste Möglichkeit mit der besten Rendite ist.
Nur die Bereitschaft einen Teil der größeren Last rechtzeitig selbst zu übernehmen wird in Zukunft das Rentenniveau sichern.
Autor:
Nils Franke
nilsfranke(at)msn.com