Trends bei der Wärmeenergieerzeugung für die Heizung


Zunehmend steigende Preise für fossile Brennstoffe lassen das Interesse der Bevölkerung an alternativen Möglichkeiten für die Wärmeerzeugung schnell ansteigen. Hinzu kommen noch umfangreiche staatliche Förderprogramme für den Einsatz von regenerativen Energien bei Neubauten und der Sanierung von alter Heizungstechnik.

Die alternativen für den Einsatz von erneuerbaren Energien in der Heizung, sind dabei breite gestreut. Für die Sanierung von älteren Anlagen eignen sich oftmals Biomasse Heizungsanlagen. Dabei kann es sich um eine Pelletsheizung oder um einen Festbrennstoffkessel in dem Scheitholz verbrannt wird. Die Pelletsheizung hat hier den Vorteil, dass der Brennstoff Pellets wie Öl in einem Tankwagen angeliefert wird und dann aus entsprechenden Pellets Lagertanks eine automatische Beschickung des Heizkessels erfolgt.

Es ist zwar eine tolle Sache die kostenlose Energie der Sonne über eine Solaranlage für die Heizung zu nutzen. Nur die oft versprochene Energieeffizienz der Solarthermie, ist vor allem bei Altbauten im Normalfall nicht gegeben. Ältere Heizungsanlagen sind auf Systemtemperaturen über 55 Grad Celsius ausgelegt und verteilen die Wärme im Raum über normale Heizkörper die zum großen Teil mit Konvektion arbeiten. Faktoren die für eine Solaranlage Gift sind und die Effizienz der Solartechnik deutlich nach unten drücken. Solaranlagen benötigen niedrige Systemtemperaturen um einen möglichst hohen solaren Deckungsgrad zu erreichen und großflächige Heizflächen für die Wärmeverteilung innerhalb der Räume. Auch die oft verbreitete Meinung man könnte die Solarenergie in einem Solarspeicher für eine spätere Nutzung zwischenspeichern ist ein Trugschluss. Durch Wärmeverluste innerhalb des Solarspeichers und eine Durchmischung des Speichers durch Thermik, ist eine Langzeit Speicherung bei kleineren Solaranlagen nicht effizient.

Zu guter Letzt noch die Wärmepumpe, die in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erlebt hat. Auch bei der Wärmepumpe müssen die Systembedingungen vorab genau überprüft werden. Luft/Wasser Wärmepumpen sind in ihrer Leistung stark abhängig von den Außentemperaturen. Der Betrieb ist nur wirtschaftlich bis zu einer Außentemperatur von 0 Grad Celsius. Erdwärmepumpen arbeiten ähnlich wie Solaranlagen, bei niedrigen Systemtemperaturen besonders effizient.

In der Zukunft rechnet die Industrie damit, dass bis zum Jahre 2020 der Anteil an erneuerbaren Energien bei der Wärmeversorgung auf 14 Prozent ansteigt.

Autor: Berthold Zumbrink
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