Von Telefonen zu Handys
Ein Telefon, in der Fachsprache auch Fernsprechapparat genannt, ist ein Mittel zur Kommunikation. Es übermittelt Töne und vor allem Sprache durch deren Umwandlung in elektrische Signale.
Wenn das Telefon als ganzes System betrachtet wird, so besteht es im Wesentlichen aus drei Hauptbestandteilen. Die Apparatur wird zur Umsetzung von Schall in elektrische Signale und zurück genutzt. Außerdem ist sie das so genannte Endgerät, dass zur Steuerung der Verbindung benötigt wird. Die Fernsprechvermittlungsanlage ist die Ortsvermittlungsstelle. Der letzte Bestandteil ist der Übertragungskanal, der ursprünglich aus einer mit Gleichstrom gespeisten Doppelader bestand.
Im Hörer, dem Telefonapparat, wird der Schall mit Hilfe eines Mikrofons in elektrische Signale umgewandelt. Beim Empfänger werden diese Signale dann umgekehrt wieder in Schallwellen umgewandelt.
Früher besaßen Telefone noch keine Wählscheiben oder –tasten sondern lediglich einen Kurbelinduktor. Den Grundstein zum heutigen Telefon legte1837 Samuel Finley Morse, der den Morsetelegraphen entwickelte. Das erste funktionstüchtige Telefon wurde 1876 von Alexander Graham Bell fertig gestellt.
Im Laufe der Zeit wurden zahlreiche Telefone für verschiedene Einsatzgebiete entwickelt. Es gibt Grubentelefone, Feldtelefone und Einbautelefone. Größtenteils wird heutzutage über die Kabelnetze von diversen Telefongesellschaften telefoniert, welche an den jeweiligen Ortsvermittlungsstellen angeschaltet sind. Allerdings werden für Auto- und Mobiltelefone kabellose Funktelefone genutzt.
Im Jahr 1876 begann man damit, die bisher oberirdischen Telegrafenkabel unter der Erde zu verlegen. Das Vorhaben kostete damals 30 Mio. Mark und wurde 1881 beendet. Das erste Fernsprechkabel wurde 1913/14 von Berlin bis Hannover verlegt. Als 1982 die Satellitentelefone sich immer größerer Beliebtheit erfreuten, konnte man weltweit telefonieren, ohne dass eine flächendeckende Infrastruktur nötig war. Ein paar Jahre später konnte man die zu kleinen Handys mutierten Funktelefone schon in die Jackentasche stecken.
Autor:
Klaus-Martin Meyer
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