Aufzüge – ein modernes Transportmittel
Die Notwendigkeit, Menschen und Lasten in die Höhe zu befördern, hat schon in frühen Kulturen zu allerlei Konstruktionen geführt. Meist mit Seilen, die per Muskelkraft bewegt und über Rollen gelenkt wurden. Eine Achillesferse stellt dabei das Seil da. Wenn es reißt, sei es durch Verschleiß oder zu große Belastung, kann das zu schlimmen Schäden an Mensch und Material führen.Als im Jahre 1852 der Mechaniker-Meister Elisha Graves Otis beauftragt wurde, einen Lastenaufzug zu konstruieren, machte er sich erstmals Gedanken über eine Absturzsicherung. Er koppelte das Tragseil an einen Federmechanismus, der im Normalzustand gespannt war. Sollte das Seil reißen, entspannten sich die Federn und rassteten in spezielle Zahnschienen ein. Ein Absturz konnte dadurch verhindert werden. Zwei Jahre später führte Mr.Otis seine Erfindung zum ersten Mal einem staunenden Publikum vor. Er ließ sich selber auf einer Plattform in die Höhe ziehen, die zusätzlich mit Sandsäcken beladen war. Dann gab er die Order, das Seil zu kappen. Nach kurzem Absacken kam die Konstruktion zum Stillstand. Der Grundstein für die heute noch weltweit größte Firma für Fahrstuhlbau war gelegt. Heute beschäftigt das Unternehmen weltweit rund 60.000 Mitarbeiter. Der Marktanteil beträgt circa 28%. Doch nicht nur die Produktion spielt eine große Rolle, ebenso die Instandhaltung der etwa 1,7 Millionen international betriebenen Anlagen, sowie deren Modernisierung. Eine echte Innovation stellt das Konzept GeN2 dar. Diese Zukunftweisende Entwicklung im Fahrstuhl-Bau kommt ohne einen Maschinenraum aus. Außerdem werden die herkömmlichen Stahlseile durch Stahlseelenarmierte Polyurethan-Gurte ersetzt, die eine extreme Belastung erlauben und durch ihre Unanfälligkeit für Korrosion nahezu verschleißfrei sind. Der neue, getriebelose Antrieb sorgt zudem für ein Höchstmaß an Fahrkomfort und Wirtschaftlichkeit.
Autor: Redaktion