Domaingrabbing – Das Geschäft mit dem Namen
Markennamen sind Segen und Fluch zugleich, denn sie sind nützlich um Produkte und Dienstleistungen bekannt zu machen und einprägsam zu vermarkten. Doch eigentlich wollen sie das Denken der Kunden in immer gleiche Bahnen lenken und zwingen die Firmen gleichzeitig dazu, damit zur Einrichtung von allerlei Domains. Und um genaue Informationen über ein bestimmtes Produkt zu erhalten, lernten die Kunden in den Anfängen des WWW, das es meist schon ausreicht, wenn man aus dem einfachen Produktnamen, dann mit der zum jeweiligen Land, einfach die passenden Top-Level Domain zu verbinden. Denn darunter findet man sehr schnell die Seite des Herstellers, oder die Seite eines passenden Online Shops und wann immer ein neues Produkt auf dem Markt erscheint, oder eine neue Domain Endung herausgegeben wird, müssen die Hersteller sofort neue Domains registrieren, um für eventuelle neue und alte Kunden maximal erreichbar zu werden und zu bleiben. Dabei reicht alleine das Vorhandensein einer Produktseite auf dem Webspace meist nicht aus, denn der Kunde muss die Seite auch unter der gesuchten Domain finden, unter der er sie auch erwartet. Aber befindet sich die gewünschte Seite schon im Besitz oder ist gar schon in Benutzung einer anderen Person oder Firma, dann wechseln schon mal Millionenbeträge den Besitzer, damit das eigene Produkt auch wirksamer an die Kunden angepriesen werden kann. Natürlich locken solche Praktiken auch windige Geschäftemacher an. Diese registrieren sich eine aussichtsreiche Domain und warten auf einen Scheck von einer Firma oder Hersteller, um die Seite wieder abzugeben. Und genau dies funktioniert oftmals, wie einige prominente Beispiele es beweisen. Die Domain zum ersten Telefon eines populären Computerherstellers zeigte für einen siebenstelligen Dollarbetrag nicht länger auf den Webspace einer Telefon Firma, sondern auf den des Neubesitzers. Natürlich kann solch ein Schuss auch nach hinten losgehen, wie das Beispiel eines Mannes beweist, der sich etwas Webspace mit seinem eigenen Namen gesichert hatte. Dummerweise hatte er einen prominenten Rennfahrer als Namensvetter und wurde von einem Gericht gezwungen die Domain an diesen abzutreten.
Autor:
Elke Lohre
Elke.lohre@onmeco.de