Wo sitzen Hedgefonds?


Hedgefonds gibt es mittlerweile in so ziemlich jedem Land der Erde. Ihren Sitz haben sie aber zum allergrößten Teil nur in sehr wenigen Ländern. Und davon sind die Cayman-Inseln in der Karibik die unangefochtene Nummer eins. Auf den Inseln konzentrieren sich 63 Prozent der Gelder, die auf Inseln in Hedgefonds verwaltet werden. Weitere Plätze für Hedgefonds sind die Bermudas, aber auch die Kanalinseln oder Gibraltar. Rund die Hälfte der Gelder, die auf dem Festland in Hedgefonds verwaltet werden, sitzt in den USA. Dort ist auch der wichtigste Umschlagsplatz für den Handel der Fonds. In New York an der Wall-Street sind im vergangenen Jahr gut ein Drittel aller Anlagen verwaltet worden. Allerdings sinkt die Bedeutung der USA für die Hedgefonds seit einigen Jahren stetig. Grund dafür sind mit Sicherheit auch die verschärften Gesetze der US-Amerikanischen Börsenaufsicht, die unter anderem schärfere Grenzen für die Aufnahme von Fremdkapital gesetzt hat.Der größten Hedgefonds ist das JPMorgan Asset Management, mit einem Volumen von rund 34 Milliarden US-Dollar. Das Goldman-Sachs Asset Management folgt auf Platz zwei mit rund 32,5 Milliarden US-Dollar. Bekannt ist auch die Blackstone Group, an der sich vor zwei Jahren die „Heuschrecken“-Debatte in Deutschland entzündete. Damals hatte Franz Müntefering vor den Kapitalgesellschaften gewarnt, die wie Heuschrecken über das Land zögen und nur Ruinen hinterlassen würden. Der größte europäische Hedgefonds ist die Man Investments Limited, mit einem Volumen von rund 18,8 Milliarden US-Dollar.  

Autor:
Elke Lohre
Elke.lohre(at)onmeco.de