Rürup- Rente auch als Steuersparmodell nutzen?


Das starke Absinken des Rentenniveaus hängt unter anderem vom demographischen Wandel unserer Gesellschaft ab. Immer weniger Arbeitnehmer müssen eine steigende Zahl von Senioren „finanzieren“, da die gestiegene Lebenserwartung eine immer größer werdende Rentenlast verursacht. Auch die immer noch hohe Zahl an Arbeitslosen drückt auf die Sozialsysteme, sodass bereits heute mit einer geringen Rentenleistung gerechnet werden muss. Wer sich da allein auf die gesetzliche Rente verlässt in der Hoffnung, auch weiterhin seinen gewohnten Lebensstandard halten zu können, wird mit bösen Überraschungen leben müssen. Denn in erster Linie wird diese Zahlung dann lediglich einer Grundversorgung dienen und wer da nicht rechtzeitig Vorsorge betrieben hat, stößt auf finanzielle Engpässe im Alter. Um dieser Situation entgegen zu wirken, will der Staat nun einen Anreiz schaffen zusätzlich in die eigene Alterversorgung zu investieren. Um die Motivation der Arbeitnehmer zu erhöhen macht Vater Staat Steuergeschenke und bietet Modelle an, die einer monatlichen Rentenzahlung dienen sollen, um andere Vorsorgen zu ergänzen. Die von dem Ökonom Bert Rürup auf den Weg gebrachte und nach ihm benannte Rürup- Rente will die vom Alterseinkünftegesetz vorgegebene Sicherheit mit einem flexiblen Sparverhalten verknüpfen.Die Beiträge, die der jeweilige Versicherte einzahlen muss, gelten als steuerlich abzugsfähig. In der Praxis bedeutet dies, dass bereits ab 2005 bis zu 60 Prozent von den geleisteten Beiträgen und danach stetig um 2 Prozent im Jahr ansteigend, steuerlich begünstigt sind. Wer zu den Besserverdienenden gehört, kann diese Variante auch als Steuersparmodell einsetzen. Insbesondere eignet sich die Rürup- Rente aber für diejenigen, die selber nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen- die Selbstständigen. Um dieser Personengruppe eine Möglichkeit zu bieten, im Alter ebenfalls finanziell abgesichert zu sein, können entweder kontinuierlich Beiträge eingezahlt oder aber eine einmalige Zahlung vorgenommen werden, um in den Genuss einer monatlichen Rente zu gelangen. Zum Plus dieser freiwilligen Rente gehört auch, dass sie vor Pfändungen geschützt ist, auch wenn der Versicherte von staatlicher Unterstützung lebt.

Autor:
Tom Kuhle
tom-kuhle(at)gmx.biz