Rohstofffonds – Die Rohstoffalternative


Rohstoffe haben sich in den letzten Jahren zu einer etablierten Assetklasse für private Geldanleger gemausert. Längst spielen sie in derselben Liga wie Aktien, Renten und Währungen. Gerade vor dem Hintergrund der rasanten Preisexplosionen im Rohstoffsektor wollen immer mehr Privatanleger in Rohstoffe investieren. Aber auch Diversifikationsgründe spielen eine wichtige Rolle bei der Entscheidung für ein Rohstoffinvestment.

Anleger haben dabei verschiedene Möglichkeiten, Geld in Rohstoffe zu investieren. Physische Investments eignen sich nur bei besonders wertvollen Rohstoffen, die keinem natürlichen Verfall unterliegen. Anders als zum Beispiel in Soft Commodities, können Investoren sehr wohl Goldbarren zu Hause einlagern. Bei physischen Investments in andere Edelmetalle wird es da aber auch schon wieder schwieriger. Meist sind die Lagerungskosten zu hoch. Außerdem fürchten viele Anleger den Verlust durch Diebstahl oder Raub.

Eine gute Alternative zum physischen Investment sind Rohstofffonds. Mit diesen können Anleger indirekt in Rohstoffe, Rohstoffindizes oder Rohstoffbaskets investieren. Im Gegensatz zum physischen Investment entstehen hier zwangsläufig laufende Kosten. Diese Kosten sind aber durchaus überschaubar. Die Verwaltungsgebühren sind in der Regel geringer als bei Aktienfonds. Auch der Ausgabeaufschlag liegt meist deutlich unterhalb der Gebühren, die für einen Aktienfonds fällig würden. bei börsengehandelten Rohstofffonds entfällt der Ausgabeaufschlag sogar komplett. Der Spread im Börsenhandel ist übrigens meist geringer, als der Spread vieler vergleichbarer Zertifikate im Emittentenhandel!

Gegenüber Rohstoffzertifikaten bieten Rohstofffonds einen besonders großen Vorteil: Da das Fondsvermögen Sondervermögen darstellt, ist die Rückzahlung des Investments auch im Insolvenzfall der Kapitalanlagegesellschaft möglich. Anders als bei Zertifikaten gibt es also kein Emittentenrisiko. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Finanzkrise ein wichtiges Kriterium. Außerdem sind Rohstofffonds in der Regel liquider als Zertifikate. Erstens gibt es immer die Möglichkeit der Rücknahme durch die KAG und zweitens sind die Umsätze börsennotierter Rohstofffonds meist höher als bei Zertifikaten.

Autor: Oliver Gieseck
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