Mini-GmbH – Die deutsche Alternative zur Limited


In Deutschland eine Existenzgründung voran zu treiben verbraucht eine Menge Energie und erwartet von den Menschen Umsicht und Genauigkeit. Vor allem bei der Wahl der Gesellschaftsform, welche die angestrebte Unternehmung später haben soll. Die persönliche Haftung ist ein gutes Beispiel für etwas, was man berücksichtigen sollte und nicht unerheblich ist auch die Akzeptanz der gewählten Gesellschaftsform. Sozusagen alteingesessen ist die GmbH, doch ist sie teuer und die vergleichbare englische Limited ist nicht besonders beliebt bei Kunden. Dennoch sprechen für eine Limited der geringe Verwaltungsaufwand und die unbürokratische Gründung an sich.   Das der Trend dahin geht, hat nun aber auch die Bundesregierung erkannt und mit einer neuen Gesellschaftsform eine echte Alternative auf den Weg gebracht. Offiziell heißt es dann UG, was für Unternehmergesellschaft mit Haftungsbeschränkung steht, wird aber liebevoll auch Mini-GmbH genannt, bzw. scherzhaft auch 1-Euro-GmbH. Leider ist diese neue Gesellschaftsform bisher lediglich „auf den Weg gebracht“ und noch nicht wirklich verfügbar für die voraussichtlich vielen Interessenten. Die Alternative zur englischen Limited und die Vereinfachung der deutschen GmbH wird wohl erst im Juli 2008 das Licht der Öffentlichkeit sehen und erst dann offiziell vorgestellt und integriert.   Man darf also gespannt sein ob es auch bundesdeutsche Gesetzemacher mal schaffen, Bürokratie zu Gunsten unternehmungsfreudigen Bürgern abzubauen und wirklich ein angemessene und zugleich sichere Alternative schaffen können. Sicher ist aber eins, gelingt der Plan, wird es den Markt in jedem Fall stark beleben und darauf kann man nicht nur als Politiker dieses Landes hoffen, sondern auch als Bürger und angehender Unternehmer.
Autor:
Peter Piekarz
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