Fremdwährungskredit


Ein Fremdwährungskredit ist eine Kreditform, der mit einer anderen Währung aufgenommen wird. Dabei ergeben sich verschiedene Möglichkeiten. Zum einen vergrößert oder verkleinert sich die Schuld bei einer eventuellen Wechelkursveränderung. Diese Form des Kredits nehmen vor allem Firmenkunden in Anspruch, seit 1990 verwenden aber auch immer mehr Privatkunden den Fremdwährungskredit.
Wer sich für einen Fremdwährungskredit interessiert, sollte sich gut informieren und ein gewissen Grundwissen haben. Es müssen während der gesamten Laufzeit des Kredits die Währungskursentwicklungen verfolgt werden.
Üblicherweise nimmt man als Ausgangswährung den Euro. Es sollte immer die Währung gewählt werden, die im Wechselkurs sehr niedrig steht. So erhält man bei einem Wechselkurs der steigt, einen Wechselkursgewinn. So entsteht dementsprechend ein Verlust, wenn der Wechselkurs sinkt.
Die Zinsen werden zum Libor, dem Referenzzinssatz im Interbankengeschäft, festgesetzt. Hierbei wird der Wert dargestellt, unter dem sich die Bank refinanziert. Für die Fremdwährung und den unterschiedlichen Laufzeiten wird der Libor täglich festgelegt. Bei einem Fremdwährungskredit ist der Libor für einen Monat, für drei, sechs oder zwölf Monate wichtig und von Bedeutung. So wird der Zinssatz aus dem Libor und dem Aufschlag errechnet.
Es gibt viele Vorteile, die ein Fremdwährungskredit mit sich bringt. So hat man die Chance auf geringe Kreditzinsen, die bei der Fremdwährung auftreten. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass man Währungsgewinne erzielen kann, da der Kurs sich zum positivem wenden kann.
Die Nachteile eines Fremdkredits bestehen darin, dass man das Risiko eingeht, dass die Fremdwährung steigt und so automatisch der Schuldendienst steigt. Desweiteren können weitere Kosten aufkommen, wenn beispielsweise ein zusätzliches Konto benötigt wird oder durch den Währungswechsel höhere Kosten auftreten.
Wenn ein Hedgegeschäft gemacht wird, also eine Kurssicherung, kann somit das Risiko eines schlechten Wechselkurses begrenzt werden.

Autor: Michael Hirtner
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