Kosten sparen durch richtigen Kauf


Wer günstig kaufen will, sollte bereits beim Einkauf auf Preise achten.
Gemäß der alten Kaufmannsregel, dass im Einkauf der Gewinn liegt, gilt auch beim Erwerb von Fondsanteilen.
Nach wie vor verhält sich der deutsche Anleger da noch eher konservativ und ordert zumeist Investmentfonds bei seiner Hausbank und nimmt dafür Ausgabeaufschläge in Kauf.
Jedoch sehen verstärkt in jüngster Vergangenheit freie Fondsvermittler und Fondsbroker ihre Stunde gekommen und gehen an den Markt. Mit von der Partie sind auch immer häufiger Direktbanken und Discount- Broker im Internet. Nicht zuletzt können auch an einigen deutschen Börsen Fonds erworben werden, die inzwischen wie Aktien gehandelt werden und dies ohne einen Ausgabeaufschlag.
Doch nach wie vor führt der klassische Weg zum Kauf von Investmentfonds über einen ausserbörslichen Handel. Der zukünftige Anleger ordert daher seine Anteile bei der Hausbank oder direkt bei der Fondsgesellschaft.
Je nach der Ausrichtung des Fonds und je nach Gesellschaft müssen Ausgabeaufschläge gezahlt werden von drei bis sechs Prozent. Mit diesen Geldern zahlen die jeweiligen Kapitalanlagegesellschaften die anfallenden Kosten. Für den Anleger bedeutet dies konkret, dass nicht all sein angelegtes Geld im Depot landet.
Aber auch langfristige, negative Auswirkungen durch die Erhebung eines Ausgabeaufschlages sind die Folge, sodass jeder einzelnen Euro der im Depot fehlt, nicht vom gewünschten Zinseszinserfolg profitieren kann.
Alternativ dazu werden so genannte No- Load- Fonds angeboten. Hier entfallen zwar die Ausgabeaufschläge, jedoch gilt zu bedenken, dass eine zusätzliche, finanzielle Belastung auf den Anleger in Form von höheren Verwaltungsgebühren zukommt. Dies hat zur Folge, dass spätestens nach Ablauf einiger Jahre die Gebühr den eigentlichen Ausgabeaufschlag eingeholt hat und der Ausgabeaufschlag eigentlich die günstigere Variante gewesen wäre.
Daher lohnen sich No- Load- Fonds nur für den Anlegertyp, der schnell zwischen verschiedenen Fonds wechseln will.
Wer also beim Kauf seiner Fondsanteile einsparen will, sollte versuchen, den regulären Ausgabeaufschlag zu umgehen.
Allerdings gilt nach wie vor: der Erfolg einer Anlage sollte nicht allein am Ausgabeaufschlag bemessen werden. Vielmehr spielen ein professionelles Fondsmanagement und die Performance eine übergeordnete Rolle bei der Wahl einer erfolgreichen Vermögensanlage.

Autor:

Robert Jacobi
robert-jacobi(at)gmx.de