Das Tagesgeldkonto


Tagesgeld als Anlageform wird gerade in unsicheren Börsenzeiten für viele Anleger zu einer Alternative zu Investitionen in Wertpapieren. Wenn die zukünftige Richtung der Kurse eher ungewiss ist, verschieben viele Anleger immer größere Teile ihres Kapitals auf sichere Anlageformen, bei denen das Tagesgeld eine besonders interessante Anlage bietet. Denn während das dort vorhandene Kapital sehr sicher ist und dennoch eine attraktive Rendite bietet, ist es dennoch täglich verfügbar und kann jederzeit wieder abgezogen werden. Dies ist besonders für jene wichtig, die bei einem sich verändernden Markt schnell wieder umschichten möchten und daher keine langfristig feste Anlageform wie zum Beispiel Festgeld oder Bundesschatzbriefe nutzen wollen. Seit Direktbanken ihre Tagesgeldkonten zur Neukundengewinnung entdeckt haben wird Tagesgeld obendrein immer interessanter, denn verschiedene Banken versuchen sich mit ihren Tagesgeldzinsen immer wieder zu übertrumpfen, was derzeit zu der eigentlich unsinnigen Situation geführt hat, dass die Zinsen auf das Tagesgeld heute oftmals höher ausfallen, als die Zinsen auf Festgeld, selbst bei einer Anlagedauer von über einem Jahr. Dazu bieten einige Banken sogar noch Zusatzleistungen wie ein Startguthaben oder sogar ein Jahresabo einer bekannten Finanzzeitschrift für Neukunden, welche gerade bei eher geringen Anlagesummen die effektive Rendite im ersten Jahr noch erhöhen. Und auch der Zeitpunkt der Zinszahlung bietet bei einigen Banken weitere positive Effekte auf die Rendite. Während die meisten Banken die Zinsen auf das Tagesgeld nach wie vor jährlich gutschreiben, erfolgt die Zinsgutschrift bei einigen Banken vierteljährig oder sogar monatlich, wodurch der Zinseszins-Effekt ins Spiel kommt. Neben dem eigentlichen Zinssatz spielen also noch weitere Faktoren eine wichtige Rolle und sollten in die Entscheidung für ein Tagesgeldkonto miteinbezogen werden.

Autor:
Alexander Bertram
(artikel [at] netnut [.] de)